136. Was ist Aufklärung? (Zitat I. Kant)

Aber sollte nicht eine Gesellschaft von Geistlichen, etwa eine Kirchenversammlung, oder eine ehrwürdige Classis (wie sie sich unter den Holländern selbst nennt), berechtigt sein, sich eidlich untereinander auf ein gewisses unveränderliches Symbol zu verpflichten, um so eine unaufhörliche Obervormundschaft über jedes ihrer Glieder und vermittels ihrer über das Volk zu führen und diese sogar zu verewigen? Ich sage: das ist ganz unmöglich. Ein solcher Kontrakt, der auf immer alle weitere Aufklärung vom Menschengeschlechte abzuhalten geschlossen würde, ist schlechterdings null und nichtig; und sollte er auch durch die oberste Gewalt, durch Reichstage und die feierlichsten Friedensschlüsse bestätigt sein. Ein Zeitalter kann sich nicht verbünden und darauf verschwören, das folgende in einen Zustand zu setzen, darin es ihm unmöglich werden muß, seine (vornehmlich so sehr angelegentliche) Erkenntnisse zu erweitern, von Irrtümern zu reinigen und überhaupt in der Aufklärung weiter zu schreiten.

135. 

ein alfatier kann man schon von weitem riechen
dafür braucht man nicht in seinen arsch zu kriechen

134. Es wird Boateng

Am 12. Juni spielt die deutsche Nationalmannschaft ihr erstes Spiel der “Angst-EM”. Hauptsache, Jérôme Boateng ist in guter Verfassung – dafür haben wir aber den Verfassungsschutz #Gauland

133. Böhmermannverehrung

boehmermann

Oh wie billig sind die Witze über Erdogan
du weißt, jener schwule Ziegenficker mit Großenwahn
der mit seinen verschrumpften Eier und sein nichtigem Glied
schon Anlass war für manch ein schmählich Lied

teuer aber ist die Meinungsfreiheit der freien Welt
egal wie ein Satiriker wedelt mit dem Schwanz und bellt
egal wieviel der türkische Diktator darüber flucht und flennt
in der Rechtsordnung der Bundesrepublik ist er tatsächlich impotent

132. Jenseits von Gut und Böse: 283

Es ist eine feine und zugleich vornehme Selbstbeherrschung, gesetzt, dass man überhaupt loben will, immer nur da zu loben, wo man nichtübereinstimmt:—im andern Falle würde man ja sich selbst loben, was wider den guten Geschmack geht—freilich eine Selbstbeherrschung, die einen artigen Anlass und Anstoss bietet, um beständig missverstanden zu werden. Man muss, um sich diesen wirklichen Luxus von Geschmack und Moralität gestatten zu dürfen, nicht unter Tölpeln des Geistes leben, vielmehr unter Menschen, bei denen Missverständnisse und Fehlgriffe noch durch ihre Feinheit belustigen,—oder man wird es theuer büssen müssen!— “Er lobt mich: also giebt er mir Recht”—diese Eselei von Schlussfolgerung verdirbt uns Einsiedlern das halbe Leben, denn es bringt die Esel in unsre Nachbarschaft und Freundschaft.