Sprache


123. Dolländisch II

Das vorige Mal sassen Jan und Henk in einem Krug und hatten sie ein Buch geschrieben über die gewaltige dolländische Kultur. Und ein Spaß dass sie hatten! Sie hatten einander belobt sich noch einmal zu entmüßigen, und diese Woche ist es so fern. Sie gingen nach innen und gingen an einem freien Tischlein sitzen.
So, sagt Jan, es gibt viel zu besprechen. Welche Unterwerfen willst du behandlen?

Macht mir nichts aus. Henk holte seine Schultern auf. Lassen wir es haben über die Migranten. Ja, das ist arg. Die armen Leute haben es kalt und werden dann auch noch in einander geschlagen und ihre Asylsucherszentren werden in Brand gestochen. Aber es sind da gewohn zu viele. Wir können doch nicht somahr alle Flüchtlinge ins Land lassen? Weil die hart werkenden Bürger selber schon so wenig bekommen. Es ist eine schwere Frage. Niemand hat eine Antwort.

Jan guckt traurig. Und weißt du was es ist? sagt er. Diese Migranten sprechen oft sehr schlecht Dolländisch. Henk ist es mit ihm eins. Wir sollten keine Flüchtlinge mehr akzeptieren, die kein Dolländisch sprechen. Es ist doch nicht zu glauben, dass wir sie in unsere Maßschaffei lassen ohne dass sie Dolländisch sprechen?

9. An Goethe

Goethe. Painting by Luise Seidler (Weimar 1811)

Porträt Seidler

Dass die Worte nur zerlügen
was uns zur Sinne wird geführt
und unsere Tugende seien nur Züge
jener Kraft die stets verführt