49. Selbstgespräch

“Willkommen in Ihrem Text.”
-“Herzlichen Dank für diese Zumutung.”
“Fangen wir mit der ersten Frage an. Sie schreiben Deutsch?”
-“Nein. Ein teil von mir wird auf Deutsch geschrieben.”
“Was meinen Sie?”
-“Ich schreibe um den Rotz in meiner Seele loszuwerden. Und manchmal gibt es eben teutonischen Rotz.”
“Fühlen Sie sich dankbar?”
-“Weswegen?”
“Als Gast in der deutschen Sprache.”
-“Als Gastarbeiter?”
“Sie wissen, was ich meine.”
-“Ich besudele sie. Es wäre besser wenn ich schwiege.”
“Schwiege?”
-“Schwüge.”
“Das gibt es nicht.”
-“Ich verbiege die Sprache bis sie berst.”
“Sie müssen sich an die Regeln halten.”
-“Ich muss nur meinen Rotz loswerden, warum mich vermaledeien?”
“Tun Sie das. Ambitionen haben bei Ihnen nichts verloren.”
-“Ohne Trommelwirbel schaffe ich mir ein Universum.”
“Vielen Dank fur dieses Gespräch.”

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